Warum gibt es diesen Bistumsprozess?
Der Bistumsprozess „Entscheiden und Handeln: Für eine Kirche mit Zukunft“ erfolgt im Auftrag des Erzbischofs. Es geht dabei im Kern um die Frage, wie die Pastoral im Erzbistum, in den Seelsorgebereichen und vor Ort ausgerichtet werden kann, damit Kirche eine Zukunft hat und auch in Zukunft lebendig bleibt. Dafür werden – ausgehend von den „Pastoralen Orientierungen“ des Erzbischofs und der vorliegenden Pastoralkonzepte in den Seelsorgebereichen – tragfähige pastorale Optionen entwickelt. In diesem Zusammenhang werden auch Gebäude unter pastoralen Gesichtspunkten betrachtet und bewertet.
Das gesellschaftliche Umfeld und die Rahmenbedingungen kirchlichen Handelns verändern sich mit hoher Geschwindigkeit. Zentral ist die Frage, wie die Menschen in einer zunehmend säkularen und differenzierter werdenden Welt mit der Frohen Botschaft in Berührung kommen können, wie die Botschaft Jesu Christi Relevanz für das Leben und den Alltag der Menschen behalten bzw. (wieder) neu gewinnen kann. Zugleich zeichnet sich mittel- und langfristig ein erheblicher Rückgang der verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen ab.
Mit dem Prozess „Entscheiden und Handeln: Für eine Kirche mit Zukunft“ stellt sich das Erzbistum Bamberg den Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels und versucht schrittweise im Zusammenspiel der pastoralen Akteurinnen und Akteure Antworten zu finden auf die Frage, wie wir künftig Kirche sein und Kirche lebendig halten wollen.
Was hat bisher stattgefunden?
Der Erzbischof hat „Pastorale Orientierungen“ formuliert, die zentrale Entwicklungslinien für die Pastoral im Erzbistum zeichnen. Sie dienen den Seelsorgebereichen als Basis für ihre Überlegungen zu eigenen pastoralen Strategien sowie innovativen und kreativen Ideen, wie sie künftig vor Ort Kirche sein und ihren Glauben authentisch leben wollen.
Es wird bewusst auf einen festgeschriebenen, einheitlichen Pastoralplan verzichtet, der von oben vorgegeben wird. Dazu sind die Voraussetzungen, Geschwindigkeiten und strukturellen Gegebenheiten in den 35 Seelsorgebereichen zu verschieden. Seit Anfang des Jahres 2026 wurden Prozessverantwortliche aus allen 35 Seelsorgebereichen durch drei Studientage geschult. Für unseren Seelsorgebereich sind dies der Leitende Pfarrer Hans-Jürgen Wiedow, Religionslehrerin i.K. Simone Schieber und Pastoralreferent Georg Friedmann. Unser komplettes Pastorales Team ist eingebunden in diesen Prozess, deshalb haben wir uns als Pastorales Team bereits intensiv mit dem Bistumsprozess beschäftigt. Die Gemeinden wurden über die Gottesdienstordnung informiert, dass es diesen Bistumsprozess gibt, ebenso der Seelsorgebereichsrat.
Wie geht es weiter?
Im Herbst 2026 wird der Bistumsprozess in die Gemeinden gebracht. Dazu finden drei Regionalkonferenzen statt, zu denen die Pfarrgemeinderäte, die Kirchenverwaltungen und weitere Interessierte eingeladen sind. Über diesen Zwischenschritt soll der Prozess so in jede unserer Gemeinden vor Ort kommen.
Dazu wurde eine Handreichung erstellt, mit der vor Ort überlegt werden kann, was wir haben, welche Gruppen und Einrichtungen es gibt, für wen wir als Kirche da sind, wo unsere Stärken liegen, was nicht mehr so gut läuft, was wir in Zukunft brauchen, wie wir unser Gemeindeleben lebendig halten können, wer hier sich entsprechen einbringen und engagieren kann, mit wem wir zusammenarbeiten können.
Das Pastorale Team gibt den Gemeinden vor Ort hierfür auch eine Pastoralstrategie mit auf den Weg, wie sich die Hauptamtlichen die Pastoral in der Zukunft vorstellen können.
Wenn Sie mehr zu dem Bistumsprozess wissen wollen?
Hier finden Sie weitere ausführliche Informationen zu dem Bistumsprozess „Entscheiden und Handeln“:
- https://kirchemitzukunft.de/index.html
- https://kirchemitzukunft.de/prozess/uebersicht/
- https://kirchemitzukunft.de/prozess/downloads/
Downloads als pdf-Dateien:
- Pastorale Orientierungen
- Pastoralstrategie für den Seelsorgebereich Fränkische Schweiz Nord
- Handreichung für die Gemeinden vor Ort: „Kraftvoll Kirche vor Ort sein“