Die Kapelle in Tiefenlesau ist seit 1853 im Privatbesitz des Anwesens Hs.Nr. 14
- Johann Hollfelder
- Familie Schwarzmann
- Familie Schnörer
- Ludwig Schnörer
- Manfred und Brigitte Niegel
- Thomas und Anna Niegel
Die zwei Gründer der Kapelle:
- Johann Hollfelder, geb. 1824 in Tiefenlesau, Großonkel des Kurat Adalbert Hollfelder
- Johann Pio, geb. 1815 in Nürnberg, Diener am Erzbischöflichen Priesterseminar in Bamberg, wohnhaft Hs.Nr. 7 bei Johann Georg Hollfelder, er wanderte später nach Amerika aus
Chronik zur Kapelle
1856 Beginn der Planungen für den Kapellenbau:
Pfarrer Michael Krug aus Hochstahl berichtete dem Ordinariat in Bamberg, dass die Absicht bestehe, eine Kapelle zu bauen. Johann Pio hat bereits 50 Gulden gestiftet und gleichzeitig versprochen, eine Muttergottes-Statue fertigen zu lassen.
Das Ordinariat antwortete, dass die Pläne am Landgericht eingereicht werden müssen, um die Genehmigung zu erhalten.
- 1860 Bau der Kapelle
Am 4. Mai 1860 berichtete Pfarrer Gemperl (dessen Grab auf dem Hochstahler Friedhof am Kreuz ist), dass von Johann Pio mit Beihilfe von Johann Hollfelder und Bürgern aus Tiefenlesau eine Feldkapelle erbaut wurde. Eine Glocke wurde angeschafft und ein Altarstein ist auch vorhanden – Geschenk von Regina Groh. In diesem Bericht ist auch um die Weihe der Glocke und Kapelle gebeten worden. Hollfelder gab für die Kapelle Grund und Boden und Pio beteiligte sich am finanziellen Teil.
Am 10. Mai 1860 wurde vom Generalvikariat die Vollmacht zur Weihe gegeben - allerdings unter der Bedingung, dass niemals eine hl. Messe in der Kapelle gefeiert werden darf. Das passte den Gründern gar nicht. - 1861
Im Jahr 1861 hat Johann Hollfelder die Kapelle erweitert und verschönert und deshalb wandte sich Pfarrverweser Hümmer nach Bamberg, um wenigstens einmal im Jahr eine hl. Messe zu halten. - 1862
Am 30. Mai 1862 traf die ersehnte Genehmigung ein und am 30. August 1862 erfolgte die 2. Weihe der vergrößerten Kapelle. - 1863
Am 5.6.1863 erhielt das Ordinariat die Mitteilung, dass Johann Hollfelder die erbaute Kapelle erweitern wolle und Pfarrer Gemperl hierzu Stellung nehmen soll. Im gleichen Jahr wurde die Erweiterung abgeschlossen und Pfarrverweser Hümmer schrieb die Bitte um Neueinweihung samt Erweiterungsbau nach Bamberg. Am 13. August 1863 traf die Weihegenehmigung ein und zur größten Freude der Gründer, die Erlaubnis einige Male im Jahr nach dem Ermessen des Pfarrers hl. Messe in der Kapelle feiern zu dürfen. - 1864
Im Jahr 1864 beschwerte sich Hochstahl über die früher nicht übliche Messfeier in Tiefenlesau, denn dies wurde als Konkurrenz betrachtet. Das Ordinariat schrieb zur Klarstellung des Begriffes „einige Male im Jahr“, dass dieses zwei bis dreimal im Jahr bedeute. - 1868
Tod von Johann Hollfelder, das ganze Anwesen Hs.Nr. 14 samt Kapelle sollte versteigert werden. - 1873/1876
Versteigerung des Anwesens; Johann Schwarzmann erhielt den Zuschlag bei der öffentlichen Versteigerung. - 1900
Der neue Eigentümer erweiterte nochmals den Bau. Pfarrer Dürr richtete wiederum die Bitte um neuerliche Weihe an Bamberg. Am 16. Mai 1900 wurde die Weihe genehmigt. - 1908
Es wurde eine neue Glocke angeschafft. - 1911
Weihe des neuen Kreuzweges (farbige Kupferstichreproduktion von Führich) - 1936
Im Jahr 1936 feierte Adalbert Hollfelder nach seiner Primiz in Hochstahl in der Kapelle seines Großonkels im Beisein von Pfarrer Alfons Schirner die hl. Messe und gedachte besonders den Gründern Johann Hollfelder und Johann Pio und dem späteren Besitzer Johann Schwarzmann. - 1986
Am 25. Februar 1986 feierte Kurat Adalbert Hollfelder sein 50jähriges Priesterjubiläum, verbunden mit einer Wallfahrt von Neuhaus nach Tiefenlesau, mit anschließender Dankandacht.
Auch in den vergangenen Jahren wurden Restaurierungen, Neuanschaffungen, usw. durchgeführt, um die Kapelle zu erhalten.
Patrone der Kapelle
Die Patrone der Kapelle sind: Hl. Muttergottes, Hl. Josef und Hl. Anna.
(aus den Akten des Pfarramtes Hochstahl und nach persönlichen Forschungen von Kurat Adalbert Hollfelder – beschrieben 1972 und erweitert durch Familie Niegel, Tiefenlesau)
