Geschichtliches
Am 26. Juni 1921 „versammelten sich im Hause des Ortsführers eine Anzahl Männer von Hannberg und beschlossen, einen „Verein zur Erbauung einer kath. Kirche in Hannberg“ zu gründen.
Durch eine großzügige Stiftung von dem nach Amerika ausgewanderten Johannes Schmitt gelang es dem Kirchenbauverein 1926 eine neue, größere Kapelle zu errichten.
Den Grund dafür stellte die Bäuerin Margareta Neuner kostenlos zur Verfügung. Beim Bau der Kapelle brachten sich alle Hannberger ein, jeder und jede dort, wo er oder sie helfen und mitarbeiten konnte.
Im Mai 1927 stand die Kapelle fertig da. Trotz der drückenden Schuldenlast steigerte sich nach all den Mühen des Bauens und den Sorgen um die Finanzierung die Vorfreude auf das so lange ersehnte Ereignis der Einweihung der Kapelle. Zudem konnten die Hannberger auf ihre Kapelle, die wegen ihrer Schönheit allgemeine Anerkennung fand, stolz sein.
Da jedoch ohne oberhirtliche Genehmigung aus Bamberg gebaut worden war, konnte die Kapelle dennoch nach erheblichen Schwierigkeiten 1927 eingeweiht werden.
Der Tag der Kirchweihe
„Infolge des unerwartet schönen Wetters kamen aus nah und fern viele Vereine und eine riesige Menschenmenge zusammen, um an der seltenen Feier teil zu nehmen. Um halb 10 Uhr ging es im Zug von der Wohnung des 1. Vorstandes zur Kapelle.“ Während die jüngeren Mädchen von Hannberg in weißen Kleidern der Geistlichkeit voranschritten, trugen die älteren ihre fränkische Tracht mit der festlichen Krone. Kräftig unterstützt von der Blaskapelle gab man Gott die Ehre mit dem Lied: Alles meinem Gott zu Ehren. Als der Zug der festlich geschmückten Kapelle ansichtig wurde, erscholl das Lied: Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land. Kaum jemals zuvor sangen die Hannberger dieses Lied mit solcher Begeisterung und mit solchem berechtigten Stolz.
Renovierungen und Innenausstattung
Renovierungen wurden 1941 und 1974 durchgeführt, im Jahr 1977 wurde die Renovierung des Altars, der Figuren, des Wandkreuzes und des bisher ungefaßten Altarkreuzes beschlossen und durchgeführt.
Der Altar erhielt wieder seine ursprüngliche Fassung in sehr freundlicher Marmorierung. Die Glanzvergoldung wurde von Grund auf neu aufgebaut. Die Holzplastiken der Gottesmutter mit dem Kind, des heiligsten Herzens Jesu und des Herzens Mariens waren bis aufs Holz ab genommen worden und sind neu gefaßt worden. Beim Wandkreuz aus dem 16. Jahrhundert wurde die älteste Fassung freigelegt und ergänzt.
Die Innenausstattung ist von einfacher Schönheit. Besonders erwähnenswert ist der barocke Altaraufbau, das holzgeschnitzte Wandkreuz aus dem 16. Jahrhundert sowie die Pieta, die sich Jahrhunderte in der Marter am Ortsausgang nach Langenloh befand.
