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Vorderkleebach

Außenansicht der Kapelle Vorderkleebach
Außenansicht der Kapelle Vorderkleebach

Bau

Zum Beten versammelte sich die Gemeinde in früherer Zeit an einem Kreuz, das im Ort stand. Der Wunsch nach einer eigenen Kapelle war in Vorderkleebach jedoch groß. Kunigunda Brendel vererbte ein Grundstück an ihre Nichte Elisabetha Neubig mit der Stiftungsauflage, auf dem Grundstück eine Kapelle errichten zu lassen. 

Finanziell startete die Kapelle im Jahr 1960 mit der Brautschuhversteigerung zweier Ehepaare. Der Erlös war der Grundstock für den Kapellenbau. Im Anschluss wurden weitere Spenden gesammelt. Der Bau der Kapelle begann im Jahr 1966. 

Bauherr und Grundstückeigentümer war die ehemals selbständige Gemeinde Vorderkleebach. Die Kapelle entstand fast ausschließlich in Eigenleistung der Ortsbewohner. Die Kapelle, die in der Ortsmitte steht, erhielt eine runde Form. Sie bietet Platz für ca. 60 Menschen. Eingeweiht wurde sie am 15.Juni 1969 durch Pfarrer Georg Popp aus Hohenmirsberg. 

Ausstattung

Patronin der Kapelle ist die Mutter Gottes. Ausgestattet ist das Kirchlein daher mit einer stattlichen Marienstatue, die der Gemeinde von der Kuratie Poppendorf überlassen wurde. Weiterhin befindet sich ein moderner Kreuzweg aus Keramik und ein eleganter Tabernakel in der Kapelle. Die Glocke stammt aus dem Jahr 1778. Sie stand ursprünglich im Hof einer Ortsfamilie, die sich um das Läuten kümmerte. Im Krieg wurde sie zum Schutz vor einer möglichen Konfiszierung versteckt und entging so der Eisensammlung durch die NS-Wehrmacht. Die rechte Fensterreihe der Kapelle ist in buntem Glas gefasst. Ein Fenster zeigt den Heiligen Geist. Die Fensterrahmen entstanden exklusiv in der ehemaligen Werkstatt von Ludwig Lodes in Hinterkleebach. 

Eingebunden ist die Kapelle in das Pfarrleben der Kuratie Poppendorf. So findet in der Regel alle 4 Wochen ein Heilige Messe statt. In regelmäßigem Rhythmus mit den anderen Ortskapellen der Kuratie ist die Kapelle an den Bitttagen Ziel der Wallfahrt aus Poppendorf. 

Kirchweih

Kirchweih wird jährlich am zweiten Sonntag im Juni gefeiert