Geschichtliches
Die Kapelle in Hungenberg hat eine bewegte Geschichte, die bis ins Jahr 1910 zurückreicht, als die erste Kapelle erbaut wurde. Dieser Ort des Glaubens wurde im Laufe der Jahre zu einem wichtigen Teil der Gemeinde und der Region.
Im Jahr 1933 wurde dem verstorbenen Professor Haas aus Bamberg der letzte Wunsch erfüllt: Er wurde von Bamberg nach Hungenberg überführt und in der Gruft der Kapelle beigesetzt. Diese Geste zeigt die Verbundenheit der Menschen mit diesem besonderen Ort.
Neubau der Kapelle
Leider konnte der bauliche Verfall der alten Kapelle aufgrund von Senkungen der Grundmauern nicht mehr aufgehalten werden. Daher begann im Jahr 1960 der Neubau der heutigen Kapelle, die nach fünfjähriger Bauzeit im Jahr 1965 fertiggestellt wurde. Die Mauerarbeiten wurden von ortsansässigen Handwerkern ausgeführt, während die Zimmereiarbeiten von einem Zimmerer aus Waischenfeld übernommen wurden.
Ein besonderes Zeichen der Verbundenheit und des Glaubens ist der neue Altar, sowie das Kreuz, das von zwei Familien aus Hungenberg gestiftet wurden.
Kirchweih
Die feierliche Einweihung der neuen Kapelle fand am 16. Mai 1965 durch Domkapitular Martin Wiesend statt, der ihr den Namen „Maria Hilfe der Christen“ gab. Dieser Name steht für den Schutz und die Unterstützung, die die Gläubigen in ihrem Glaubensleben erfahren.
Nach 30 Jahren des Bestehens segnete Martin Wiesend als Weihbischof die Kapelle erneut und würdigte damit die Bedeutung dieses Ortes für die Gemeinde.
Die Kapelle in Hungenberg ist nicht nur ein architektonisches Zeugnis, sondern auch ein lebendiger Ort des Glaubens, der die Menschen zusammenbringt und ihnen Trost und Hoffnung spendet. Sie bleibt ein wichtiger Bestandteil der Pfarrei Oberailsfeld und ein Ort, an dem die Gemeinschaft zusammenkommt, um zu beten und zu feiern. Ein besonderes Highlight im Jahreskalender des Kapellenbauvereins Hungenberg ist die Kirchweih, die jedes Jahr Anfang Mai gefeiert wird.
