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Nankendorf, St. Martinus

Außenansicht der Pfarrkirche Nankendorf
Außenansicht der Pfarrkirche Nankendorf

Von 1746 bis 1748 wurde die heutige Kirche nach Plänen von Michael Küchel durch den Waischenfelder Baumeister (Steinhauermeister) Wenceslaus Schwesner (Schweßinger) erbaut. Die Barockkirche wurde wunderbar in das Gelände eingebunden. Das Dorf überragend zeigt der 42 Meter hohe Kirchturm in Richtung Süden.

In der Waischenfelder Pfarrchronik findet man einen Hinweis in Form eines Kostenvoranschlags über noch auszustehende Arbeiten nach Fertigstellung der Rohbauarbeiten. Für Mauer-, Steinhauer-, Tüncher- und Dachdeckerarbeiten wurde ein Preis von 1076 Gulden veranschlagt. Dies zeigt die enormen Anstrengungen, die unsere Vorfahren in dieses Bauwerk gesteckt haben. 

Am 8. Oktober 1748 wurde die Kirche von Fürstbischof Anton Philipp von Frankenstein ihrer Bestimmung übergeben und dem heiligen Martin geweiht.

Am Haupteingang (Portal) der Kirche stehen in Nischen als Sandsteinfiguren Kaiser Heinrich und seine Gemahlin Kunigunde. Der Innenraum der Kirche ist mit reichem Schmuck an alten Statuen ausgestattet. So stammen die spätgotischen Figuren des heiligen Martin, Erasmus und Wolfgang, sowie Flügelreliefs des Kaiserpaares Heinrich und Kunigunde und die Figuren von Laurentius und Stefan von Hans Nußbaum. Auf den Rückseiten der Altarflügel fanden sich wertvolle Gemälde vom Bamberger Hofmaler Hans Wolf. Die Originale wurden nach einer Restauration vorerst im Bamberger Diezösan-Museum zurückbehalten.

Der heilige Wendelin stammt vom Ebermannstädter Meister Friedrich Theiler und die klangvolle Orgel soll vom berühmten Orgelbauer Anton Dresel errichtet worden sein. Der Kreuzweg stammt von Andreas Link (1725 – 1815).

(Textausschnitt aus der Festschrift von Kurt Neuner aus dem Jahre 1998 zur 250-Jahrfeier der Pfarrkirche von Nankendorf St. Martin.)